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Kabelfernsehen

Empfangstechnik

Zum Empfang benötigt man in der Regel ein Antennenkabel, über das man die Antennensteckdose des Fernsehers oder anderer Empfangsgeräte wie Videorekorder oder Digitalreceiver (digital, hier nur nach DVB-C-Norm empfangbar), mit der Kabelanschlussdose an der Zimmerwand verbindet. Diese Antennensteckdose wird gewöhnlich von einem Elektriker oder Informationselektroniker installiert.

Im Unterschied zum Antennen- und Satellitenfernsehen muss man für das Kabelfernsehen in der Regel Grund- beziehungsweise Anschlussgebühren und außerdem meistens monatliche Abonnement-Gebühren bezahlen.

Programmangebot

Neben dem analogen Fernsehsignal wird auch ein analoges UKW-Hörfunkangebot im Band II über das Kabel übertragen. In den bis mindestens 450 MHz ausgebauten Netzgebieten wird im so genannten Hyperband (Sonderkanäle beginnend mit S21) auch ein digitales Angebot (siehe auch Angebot von DVB-C) in Form digitaler Senderpakete beziehungsweise Bouquets bereitgestellt. Die digitale Übertragungsart ist dabei, die alte analoge Übertragungsart abzulösen (siehe dazu Analogabschaltung). Zum Empfang der in den digitalen Angeboten übertragenen Fernseh- und Hörfunkprogramme wird ein Digitalreceiver benötigt – in der Regel als Set-Top-Box, bei zukünftigen Fernsehern zunehmend bereits eingebaut (siehe IDTV) –, der die im DVB-C-Standard kodierten Signale für die Wiedergabe umsetzt. Zum Empfang von Bezahlfernsehen wie Sky, Kabel Digital Home oder KabelKiosk wird zusätzlich eine Dekoder-Karte benötigt.

Jedoch ist das digitale terrestrische Fernsehen (DVB-T) durch seine Technik und was die Anzahl der Sender betrifft eine kostengünstige Alternative zum Kabelfernsehen in einigen Städten geworden, weshalb Kabelfernsehanbieter verstärkt dazu gezwungen sind, ihrerseits ihre Netze für den Kunden durch die Digitalisierung mit dem gleichzeitigen Ausbau ihres Angebotes attraktiver zu machen. Technisch ist die Übertragung von DVB-T mittels Kabelfernsehen problemlos möglich. Jedoch wird in der Regel diese Option nur bei Gemeinschaftsantennenanlagen aus Kostengründen genutzt. Beim Kabelfernsehen wird jedoch in der Regel zentral in der Kopfstation die digitalen DVB-T Signale in analoge TV-Fernsehsignale oder in DVB-C umgesetzt. Bei TV-Geräten, die nur beim DVB-T Empfang eine Versorgungsspannung von 5 V an der Antennendose für Antennenverstärker zur Verfügung stellen können, ist es mittels eines zusätzlichen automatischen Schalters möglich wahlweise Kabelfernsehen und DVB-T über eine vorhandene DVB-T Antenne zu empfangen.


In Deutschland werden häufig von großen Kabelfernsehanbietern UKW-Radio, ARD, ZDF und die lokalen Fernsehsender über analoges Kabelfernsehen als kleine Grundversorgung sehr preisgünstig auf Nachfrage angeboten. Hier wird mit Hilfe von (Sperr-)Filtern, die sich im Verteilsystem oder in der Kabeldose befinden, die Bandbreite des Kabelanschlusses technisch begrenzt und damit die zusätzlichen Angebote ausgesperrt.

 

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