KNX ist ein Feldbus zur Gebäudeautomation. Die Hauptziele sind höherer Komfort und größere Flexibilität.
Auf dem Markt der Gebäudeautomation ist KNX der Nachfolger der Feldbusse EIB, BatiBus und EHS. Technisch ist KNX eine Weiterentwicklung des EIB durch Erweiterung um Konfigurationsmechanismen und Übertragungsmedien, die ursprünglich für BatiBus und EHS entwickelt wurden.[1] KNX ist mit EIB kompatibel.
Geschichte
1996 starteten die drei europäischen Organisationen BatiBUS Club international (BCI), European Installation Bus Association (EIBA) und European Home System Association (EHSA) den Convergence Process, um einen gemeinsamen Standard für die Anwendungen in der Gebäudeautomation in kommerziellen und Wohnbau-Markt zu finden.
Im Jahre 1999 unterzeichneten neun führende europäische Unternehmen aus der elektrotechnischen und building-management Industrie die Statuten der neuen Organisation. Die Gründungsmitglieder der KNX Association (übergangsweise zunächst als Konnex Association bezeichnet) sind: Bosch Telecom GmbH, DeltaDore S.A, Électricité de France, Electrolux AB, Hager Holding GmbH, Merten GmbH&Co.KG, Siemens AG, Division A&D ET und Siemens Building Technology LtD, Landis&Staefa Division.
Im Frühjahr 2002 wurde die Spezifikation von KNX veröffentlicht, im Dezember 2003 in die europäische Norm EN 50090 übernommen und im November 2006 diese Norm als internationale Norm ISO/IEC 14543-3 akzeptiert.[2]
Der KNX-Standard ist ein offener Standard, dem sich mittlerweile fast 100 Firmen weltweit angeschlossen haben.
Technische Grundlagen
siehe Hauptartikel Europäischer Installationsbus
In herkömmlichen elektrischen Installationen sind die Steuerfunktionen mit der Energieverteilung fest verbunden. Nachträgliche Änderungen sind aus diesem Grund sehr schwierig durchzuführen. Auch übergeordnete Steuerfunktionen wie ein zentrales Schalten aller Lichtkreise in einem Gebäude können nur mit sehr hohem Aufwand realisiert werden.
KNX trennt die Steuerfunktionen und die Energieverteilung voneinander. Alle Geräte werden über einen Bus miteinander verbunden und können so Daten austauschen. Die Funktion der einzelnen Busteilnehmer wird durch ihre Programmierung bestimmt, die jederzeit verändert und angepasst werden kann.
Die Geräte unterschiedlicher Hersteller können dabei uneingeschränkt miteinander in einem System eingesetzt werden, sofern sie die entsprechende Zertifizierung durch die KNX Association besitzen.
Vernetzte Hausgeräte
Die Renaissance der KNX-Ansätze spiegelt auch den Trend bei der Weißen Ware in Richtung „vernetzte Hausgeräte“ wider, der derzeit meist über Powerline-Lösungen führt, wo sich das von der CECED favorisierte EHS klar als herstellerübergreifender Standard durchgesetzt hat.
Im Hinblick auf EHS liegt der Fokus weniger auf der Sensor-/Aktor-Technik, als auf den spezifizierten Protokoll-Frames („Objekten“) mit denen die Ansteuerung der einzelnen Funktionen von Hausgeräten realisiert wird.
Anwendungen und Produkte
Miele vertreibt Miele@home-Produkte, Liebherr Net@home und in der Schweiz findet man ZUG-Home von der V-ZUG AG. Das Ziel ist jeweils, den Mehrwert bei der Gerätenutzung zu steigern und neue (Fern)bedienmöglichkeiten zu schaffen. Ähnliche Trends sind bei der Braunen Ware zu beobachten. EIB/BatiBUS hingegen sind weiterhin meist beim Gebäudemanagement im Einsatz.
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